Gießwein, Alexander

Gießwein Alexander, Prälat, Politiker und Schriftsteller. * Totis (Tata, Ungarn), 4. 2. 1856; † Budapest, 15. 11. 1923.

Stud. in Budapest und Wien; 1878 Priesterweihe, 1897 Domherr, 1902 Tit. Abt, 1903 Vizepräs. der Szent István-Társulat (St. Stefansges.), 1904 Präs. des Bundes der sozialen Vereinigungen, 1905 Reichstagsabg., 1909 Prälat, 1912 kirchlicher Präs. des kath. Unterrichtsrates, 1914 korr. Mitgl. d. Ung. Akad. d. Wiss., 1916 Gründer und Präs. der St. Stefansakad. Präs. der ung. Friedensges., des Esperantoverbandes, der ung. Goetheges. und der Kath. soz. Ver. G., von staunenswerter Universalität des Wissens (beherrschte alle europ. und westasiat. Sprachen), ein unermüdlicher Kämpfer für die Demokratie, trat als erster in Ungarn für christlichsoziale Grundsätze und Arbeiterorganisation ein und setzte sich für Völkerversöhnung und soziale Reform in allen Staaten Europas ein.


Literatur: Révai 8 und 20; Szinnyei 3; Buchberger.
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 5, 1957), S. 439f.

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  • geboren in > Tata
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