Feine, Paul

Feine Paul, evang. Theologe. * Golmsdorf b. Jena, 9. 9. 1859; † Halle (Saale), 31. 8. 1933.

Stud. in Jena und Berlin Philol. und Theol., 1883 Dr. phil. Jena, 1884 Gymn.-Prof. in Jena, 1889 in Göttingen, 1893 Lic. theol. und Priv. Doz. an der Univ. Göttingen, 1893 o. Prof. an der Univ. Wien, 1907 in Breslau, 1910 in Halle, 1927 i. R. 1898 Dr. theol. h. c. der Univ. Wien. F.s Lebensarbeit galt, in vielfacher Auseinandersetzung mit der hist.krit. und der religionsgeschichtlichen Schule der Zeit von 1895– 1925, dem Nachweis der Geschlossenheit und Eigenständigkeit der Botschaft des Neuen Testaments, dessen Überlieferung er im ganzen als zuverlässig beurteilt. In der Theologie des Paulus sieht er eine Ausprägung der Verkündigung der Urgemeinde; diese gilt ihm als die geradlinige Fortsetzung der Botschaft Jesu; der geschichtliche Jesus und der Jesus des urchristlichen Glaubens sind für ihn der gleiche. F., Verfasser mehrerer wichtiger theol. Standardwerke, erkannte zwar an, daß bestimmte Vorstellungen des Neuen Testaments unter außerpalästin. Einfluß stehen, weit bedeutsamer sei jedoch der des Alten Testaments, und schlechthin entscheidend für die Entstehung der urchristlichen Verkündigung ist nach ihm die. Person des Offenbarere Jesus.


Literatur: Die Religionswiss. der Gegenwart in Selbstdarstellungen, hrsg. von E. Stange, 1929 (Werksverzeichnis); Religion in Geschichte und Gegenwart 2, Sp. 555; Kürschner, 1931.
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 4, 1956), S. 292

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  • geboren in > Golmsdorf
  • gestorben in > Halle (Saale)