Czuczor, Gregor

Czuczor Gregor, Dichter. * Andód, 17. 12. 1800; † Pest, 9. 9. 1866.

1817 trat C. in den Benediktinerorden ein, stud. in Györ und im Centralseminar in Pest, 1824 Priesterweihe, unterrichtete in Györ und Komorn. 1835 Vizesekr. der Ungar. Akad. d. Wiss. und Mitbegründer der Kisfaludy-Ges. 1837 wurde C. auf Hofbefehl von seinem Ordensprovinzial aus Pest abberufen und seine schriftstellerische Tätigkeit einer strengeren Zensur unterworfen. 1845 ging er wieder nach Pest und übernahm die Redaktion des großen Wörterbuches der Akad. Wegen seines revolutionären Gedichtes „Riadó“ (Alarm) 1849 zu strenger Festungshaft verurteilt. 1850 nach Kufstein geschickt, wurde er auf Intervention des Präs. der Akad. 1851 begnadigt und kehrte nach Pest zurück, wo er die Redaktion des Wörterbuches fortsetzte. C. schrieb mehrere Heldengedichte in klass. Versmaß und wurde der Hauptvertreter der patriotisch-nationalen Richtung. In seiner Lyrik näherte er sich dem Volkstümlichen, das durch ihn in die ungar. Literatur eingeführt wurde


Literatur: Révai 5, S. 230; Gulyás 5; Szinnyei 2.
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 2, 1954), S. 165

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  • geboren in > Andovce
  • gestorben in > Budapest