Auer, Erich

Auer Erich, Schauspieler. Geb. Wien, 14. 4. 1923; gest. ebd., 17. 12. 2004 (Ehrengrab: Wiener Zentralfriedhof).

Aus der Tiroler Schauspielerfamilie Auer stammend, die mit der Innsbrucker Exl-Bühne verbunden war; verheiratet mit der Burgschauspielerin Martha Wallner (geb. Wien, 28. 3. 1927). – A. besuchte die Lehrerbildungsanstalt, diente 1941–45 in der Deutschen Wehrmacht und absolvierte nach seiner Entlassung aus der sowjetischen Kriegsgefangenschaft eine Schauspielausbildung am Konservatorium der Stadt Wien. Nach erstem Engagement am Linzer Landestheater kam er 1948 ans Volkstheater in Wien und war ab 1951 Ensemblemitglied des Burgtheaters, vorerst im Rollenfach des jugendlichen Liebhabers und Helden, etwa als Max Piccolomini in Schillers „Die Piccolomini“ oder Rustan in Grillparzers „Der Traum ein Leben“, später wechselte er ins Charakter- und ältere Rollenfach (Valentin in Raimunds „Der Verschwender“, Antonio in Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“ etc.). Insgesamt verkörperte A. bis zu seiner Pensionierung 1989 mehr als 150 Rollen an diesem Theater. 1959–61 war er auch künstlerischer Betriebsrat, ab 1973 Direktionsmitglied am Burgtheater. Über Wien und Österreich hinaus bekannt wurde A. durch seine Rollen in deutschsprachigen Heimatfilmen der Nachkriegszeit, er wirkte aber auch an – häufig mehrteiligen – deutsch-österreichischen Fernsehproduktionen wie „Die Alpensaga“, „Ringstraßensymphonie“, „Wie eine Träne im Ozean“ etc. mit. A., der ab 1963 Kammerschauspieler und ab 1986 Ehrenmitglied des Burgtheaters war, wurde u. a. mit dem Professorentitel, dem Verdienstkreuz der Republik Österreich und der Goldenen Verdienstmedaille des Bundeslandes Wien ausgezeichnet.


Literatur: Die Presse, 14. 4. 1983; WZ, 14. 4. 1993; Alth, Burgtheater, s. Reg.Bd.; Kosch, Theaterlex.; Österreicher der Gegenwart, bearb. R. Teichl, 1951; J. Handl, Schauspieler des Burgtheaters, 1955, S. 213 (m. B.); Personenlexikon Österreichs, ed. E. Bruckmüller, 2001; K. Weniger, Das große Personenlexikon des Films 1, 2001 (m. Filmographie); Burgtheater, Pfarre Alservorstadt, beide Wien.
Referenz: ÖBL Online-Edition, Bd. (Lfg. 1, 2011)

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