Adler, Alfred

Adler Alfred, Psychiater und Neurologe. * Wien, 7. 2. 1870; † Aberdeen, 28. 5. 1937.

Schloß sich erst der psychoanalytischen Lehre Freuds an, gründete 1910 eine eigene tiefenpsychologische Lehre, welche die frühzeitige Fixierung des Individuums in seinem Verhältnis zur Gemeinschaft als Leitlinie nahm und die Psychoneurosen aus mißglückter Anpassung an die Gemeinschaft, die entweder zu einem übersteigerten Geltungstrieb oder zu Minderwertigkeitskomplexen führen, erklärte (Individualpsychologie). 1929 Doz. am Pädagogischen Institut Wien, seit 1932 halbjährig wechselnd auch Prof. am Long Island medical College, New York.


Literatur: Wr. Ztg. vom 29. 5. 1937; H. Orgler, A.A., The man and his work, mit Portr., New York, 1947; Juray, Cecetka Pedagogika a Adlerovská individualná psychologia, mit dt. Zusammenfassung, Preßburg, 1936; L. Way, A. s place in psychology, London, 1950; Wer ist’s? Wer ist wer?; NDB.
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 1, 1954), S. 6

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  • geboren in > Wien
  • gestorben in > Aberdeen