Truxa, Hans Maria

Truxa Han(n)s Maria, Schriftsteller und Beamter. Geb. Brünn, Mähren (Brno, CZ), 15. 5. 1851; gest. Wien, 4. 2. 1906; röm.-kath.

Enkel des Landesbaudir. Eduard Gintl (gest. Laibach, Krain / Ljubljana, SLO, 5. 5. 1865), Sohn des Eisenbahning. im Min. für Handel, Gewerbe und öff. Bauten Karl T. (gest. 1. 1. 1854) und von Emma T., geb. Gintl (gest. Wien, 25. 1. 1888), Bruder des HR im Verwaltungsgerichtshof und Ritters des Leopold-Ordens sowie des Ordens der Eisernen Krone III. Kl. Karl Maria T. und von Emma Maria T., verheiratet mit dem Statthaltereirat und Träger des Ordens der Eisernen Krone III. Kl. Wilhelm Ritter v. Jettmar. – T. wuchs in Laibach auf. Nach dem Abschluss der Mittelschule übersiedelte die Familie 1867 nach Wien, wo T. stud.; 1872 Dr. phil. (Stud. nicht nachweisbar). Danach trat er in den Konzeptsdienst der K. Ferdinands-Nordbahn, wurde i. d. F. Sekr. und Oberkontrollor. Neben seinem Beruf engagierte er sich im kirchl. Bereich und sammelte Spendengelder u. a. für wohltätige und gemeinnützige Zwecke. 1873 erschien als erste literar. Veröff. T.s der Aufsatz „Pius IX. und St. Aloisius“ in der Wr. Z. „Kapistran“. I. d. F. veröff. T. dort, in der Wr. Ztg. „Vaterland“, in verschiedenen Z. im In- und Ausland, in Kal. und Ver.publ. Biographien, literarhist. und lokalgeschichtl. Skizzen, religiöse und patriot. Stud. und Rezensionen. Zu T.s selbstständig erschienenen Werken zählen u. a. „Der österreichische Geschichtsforscher, Schriftsteller und Dichter Josef Maurer“ (1896, 3. Aufl. 1900), „Der österreichische Dichter und Schriftsteller Dr. Franz Isidor Proschko“ (1892), die „Geschichte der landesfürstlichen Pfarre St. Johann von Nepomuk in der Praterstraße zu Wien“ (1886) und „Richard von Kralik. Lebensbild mit einer Auswahl aus seinen Dichtungen und einer Sammlung kritischer Stimmen“ (1903, 4. Aufl. 1906). 1900–04 red. er die „Vereinsgabe des Verbandes katholischer Schriftsteller und Schriftstellerinnen Österreichs“. T. engagierte sich in Korporationen und Ver. für Wiss., Literatur und Bildungswesen, u. a. war er Mitgl. der Geograph. Ges. sowie des Ver. für österr. Volkskde. und Ehrenmitgl. der kath.-österr. Studentenverbindung Austria. 1885 wurde er in den Ausschuss, 1887 in die Dion., 1890 zum 2. und 1899 zum 1. Vizepräs. des Österr. Volksschriftenver. gewählt. 1891 zählte er zu den Mitbegründern der Österr. Leo-Ges. zur Pflege christl. Wiss. und Kunst, deren Dion.mitgl. er ab 1898 war. Auf seine Initiative hin erhielten →Karoline Pichler und →Franz Isidor Proschko ein Ehrengrab der Stadt Wien auf dem Zentralfriedhof. T. war k. Rat (1891), Träger des Ritterkreuzes des Franz Joseph-Ordens (1892), der goldenen Medaille mit dem Allerhöchsten Wahlspruch „Viribus unitis“, des Ehrenkreuzes Pro Ecclesia et Pontifice sowie der Insignien des Ordens der Avvocati di S. Pietro und des Off.kreuzes des toskan. Zivilverdienstordens.


Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 14 (Lfg. 66, 2015), S. 479f.

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  • geboren in > Brünn
  • gestorben in > Wien