Thun und Hohenstein, Guido Gf. von

Diplomat und Politiker, geb. 19.9.1823 in Žehušice, gest. 7.9.1904 in Horní Libchava

Böhm. Linie, Fideikommiss Klösterle. Sohn von Josef Mathias Gf. v. T. u. H. (geb. Prag, Böhmen / Praha, CZ, 24. 2. 1794; gest. Salzburg, Sbg., 24. 9. 1868) und der mit ihm verwandten Franziska Gfn. v. T. u. H. (geb. Prag, 26. 1. 1796; gest. Salzburg, 14. 10. 1883), Bruder von ¿Sigmund Gf. v. T. u. H., Onkel von ¿Oswald Gf. v. T.-H.-Salm-Reifferscheid(t). – Nach Beendigung der Stud. trat T. in den diplomat. Dienst ein und war zunächst als Gesandtschaftsattaché in München, Paris, Brüssel und Turin tätig, ab 1853 als Legationssekr. in Den Haag und ab 1856 in Brüssel. 1859 wurde er Geschäftsträger in Den Haag, 1860 erfolgte seine Ernennung zum Legationsrat. 1863 wurde T. als Geschäftsträger nach St. Petersburg entsandt. 1864–67 wirkte er als Missionschef am k. Hof in Mexiko, 1868–69 in Braunschweig, Oldenburg sowie in den Hansestädten Hamburg, Bremen und Lübeck. Ab 1869 in Disponibilität, trat er 1873 i. d. R. 1867–70 sowie 1872–83 saß T. als Abg. des verfassungstreuen Großgrundbesitzes im böhm. LT, 1867–69 auch im AH; ab 1872 lebenslängl. Mitgl. des HH. 1878 wurde T. zum Fürstgroßprior von Böhmen und Österr. des souveränen Malteser-Ritter-Ordens gewählt, in den er 1860 als Justizritter aufgenommen worden war. Zugleich fungierte T. auch als Gesandter des Ordens in Wien. 1854 zum Kämmerer und 1878 zum Geh. Rat ernannt, erhielt er 1870 das Großkreuz des Franz Joseph-Ordens und 1887 den Orden der Eisernen Krone I. Kl. Weiters wurde ihm das Großkreuz des päpstl. Pius-Ordens verliehen.

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  • Geburtsort > Žehušice
  • Sterbeort > Horní Libchava

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