Szajbély, Henrik

Szajbély (Sajbéli) Henrik, Theologe. Geb. Modern, Ungarn (Modra, SK), 20. 7. 1804; gest. Gran (Esztergom, H), 9. 8. 1886; röm.-kath.

Sohn des Rechtsanwalts Adalbert S. und von Karolína S., geb. Voglová. – S., der aus religiösem Elternhaus stammte, besuchte ab 1815 das Benediktinergymn. in Komorn (Komárno). Danach wurde er zur weiteren Ausbildung in das Seminar des Hl. Em(m)erich in Preßburg aufgenommen, 1822–23 absolv. er die phil. Jgg. in Tyrnau (Trnava). Ab 1823 Alumne im Pazmaneum in Wien, hörte er bis 1827 Theol.vorlesungen an der Univ. Wien; 1828 wurde er zum Priester geweiht. Anschließend war er Kaplan in Drégelypalánk, Deménd (Demandice) und Altofen (Budapest). 1832 setzte er sein Theol.stud. an der Univ. Wien fort; 1835 Dr. theol. 1832–40 war S. Stud.präfekt und ab 1840 Vize-Rektor des Pazmaneums; 1846 Dekan der Wr. theol. Fak. und 1848–49 Prokurator der Ung. Nation. Ab 1852 war er Ehrenkanoniker der Erzdiözese Gran, 1858 Dir. des Seminars in Pest und Kanoniker des Kapitels Preßburg (Bratislava). Ab 1861 wirkte er als Erzdiakon des Neograder Gebiets und als Gen.vikar in Tyrnau. 1864 zum Tit.-Bischof ernannt, trat er neben seinen Verpflichtungen als Priester bes. durch sein kulturelles Engagement hervor. So trat er dem Ver. der slowak. Sprach- und Literaturfreunde Spolok milovníkov reci a literatúry slovenskej bei. Insbes. veranlasste ihn sein philolog. Interesse zur regelmäßigen Zusammenarbeit mit dem Kultur- und Sprachwiss. Martin Hamuljak. 1863 war er gem. mit dem kath. Bischof →Štefan Moyzes und dem evang. Bischof →Karol Kuzmány einer der Mitbegründer der Matica slovenská. Gleichzeitig war er einer der Initiatoren (1870–76 der erste Vors.) des Ver. des Hl. Adalbert Spolok svätého Vojtecha, der die prakt.-religiöse Ausbildung förderte.


Werke: Spolok sw. Wojtecha, založený a do žiwota uwedený dna 14. septembra r. P. 1870, 1872.
Literatur: Enc. Slovenska; Katolikus Lex. (m. L.); Rizner; A. Matovcik, M. Hamuljak (1789–1859), 1971, s. Reg.; Slovenský biografický slovník 5, 1992 (m. L.); V. Strelka, Panteón dejatelov Spolku svätého Martina, 1995, S. 79; Materialiensmlg. ÖBL, UA, beide Wien; Mitt. Helmuth Grössing, Wien.
Autor: (A. Šourková)
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 14 (Lfg. 63, 2012), S. 106

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