Rieger, Otto d. J.

Orgelbauer, geb. 21.5.1880 in Jägerndorf, gest. 28.3.1920 in Jägerndorf

Enkel des Franz R. (* Zossen/Sosnová, österr. Schlesien, 13. 10. 1812; Jägerndorf, 29. 1. 1885), der 1845 in Jägerndorf eine Orgelbaufa. gründete, die 1873 von seinen Söhnen Otto d. Ä. (* Jägerndorf, 3. 3. 1847; † ebenda, 12. 12. 1903) und Gustav (1848–1905 [?]) unter der Fa. Gebrüder R. übernommen und zur führenden in Österr.-Ungarn ausgebaut wurde. Im heim. Betrieb sowie in Frankreich und in den USA ausgebildet, übernahm R. nach dem Tod seines Vaters (1903) die Leitung der Fa. 1909 arbeitete er gem. mit A. Schweitzer an der Gestaltung des internationalen Regulativs für Orgelbau, ebenso entwickelte er das elektropneumat. Traktursystem Drexler-R., das auch von anderen Orgelbauern übernommen wurde. Hatte sich die Fa. schon unter seinen beiden Vorgängern auch den Weltmarkt erschlossen, so stieg die Jahresleistung 1912 auf 105 Instrumente, eine Zahl, die von keiner anderen Anstalt erreicht wurde. Von den durch Bauweise und Klang stets den Bedürfnissen der Zeit in hervorragender Weise entsprechenden Werken (bis 1945 weit über 3000) sind der unter R. (1907) durchgeführte Umbau der Orgel im Großen Saal des Wr. Musikver. (op. 1400, 4 Manuale, 67 Stimmen) und die 1912 als op. 1900 gebaute große Orgel im Wr. Konzerthaus (5 Manuale, 116 Stimmen) hervorzuheben.

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