Raschke, Hermann

Raschke Hermann, Pädagoge. * Teschen (Cieszyn, österr. Schlesien), 24. 12. 1866; † Mödling (NÖ), 29. 5. 1945.

Sohn eines Gymnasialprof.; stud. 1885–91 an der Univ. Wien Germanistik, Geographie und Geschichte (1894 Dr. phil.), absolv. 1897–1898 das Probejahr und war dann an verschiedenen Schulen in Böhmen, 1903–24 an der Realschule in Wien XX. (1913–19 zugeteilt als Dir. am Realgymn. für Mädchen Wien VIII.) tätig. Ab 1919 wirkte er im Unterrichtsmin. an der von Glöckel (s. d.) neugegründeten Reformabt. für Mittelschulen, deren Leitung er als Nachfolger E. Martinaks (s. d.) ab 1922 innehatte. 1922 Min.Rat. 1924 wurde er im Zuge des Beamtenabbaues pensioniert. R. legte in seinem großen Werk „Mindest-Lehrstoff und Normal-Lehrstoff als Grundlage einer Mittelschulreform“, 1908, unter Annahme der grundlegenden Reform des gesamten Schulwesens den Plan einer vollkommen neuartigen Organisation vor und nahm in zahlreichen Fachz., u. a. in der vom Unterrichtsmin. eigens dafür gegründeten Z. „Volkserziehung“, zur Problematik der Schulreform Stellung.


Werke: Probleme der Schulreform in Österr., in: Oesterr. Rundschau 63, 1920; Nachwort zu: W. Waldstein, Zur Frage des Geschichtsunterrichtes an der dt. Mittelschule, in: Volkserziehung. Pädagog. Tl., 1924; etc. Neubearb.: E. Hannak, Lehrbuch der Geschichte der Neuzeit, 7.–8. Aufl. 1903–07; ders., Lehrbuch der Geschichte des Altertums, 7. Aufl. 1905; ders., Lehrbuch der Geschichte des Mittelalters, 7. Aufl. 1906.
Literatur: H. Fischl, Sieben Jahre Schulreform in Österr. (= Lehrbücherei 57), 1926, S. 27, 64; Geschichte der österr. Mädchenmittelschule, hrsg. von A. Mayer et al., 1, 1952, S. 105, 2, 1955, S. 107 f.
Autor: (H. Meißner)
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 8 (Lfg. 40, 1983), S. 425f.

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  • geboren in > Cieszyn
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