Marun, P. Lujo

Marun P. Lujo (Stjepan), OFM, Seelsorger und Archäologe. * Scardona (Skradin, Dalmatien), 10. 12. 1857; † Knin (Dalmatien), 15. 1. 1939.

Trat 1875 in den Franziskanerorden ein, stud. Theol. in Sebenico und Macarsca, 1880 Priesterweihe; 1881–85 Hilfspriester in Drniš, 1885–88 Pfarrer in Knin, 1890 Guardian des dortigen Franziskanerklosters. Seit seiner Jugend für die kroat. Geschichte und für Altertümer begeistert, begann M. seine ersten Ausgrabungen und Forschungen in der Umgebung von Drniš (Petrovac, Gradac, Cecela). Mit großem Erfolg leitete er die Ausgrabungen in Kapitul (1885) und Biskupija b. Knin (1886). Die reichen Ergebnisse aus diesen beiden Fundorten bildeten das Grundmaterial des von M. gegründeten „Ersten Museums kroatischer Denkmäler“ (1893). Weitere Ausgrabungen in Ždrapanj, Žažvic, Orlic etc. folgten. M. gründete und leitete 1887–1929 die „Kroatische archäologische Gesellschaft“ in Knin. Auf seine Anregung erschien 1895 der 1. Bd. der archäolog.-hist. Z. „Starohrvatska prosvjeta“ (Die altkroat. Kultur). M., ein unermüdlicher Forscher und Enthusiast, führte mit Recht den Namen „Vater der altkroatischen Archäologie“, deren Beginn seine Grabungen in Kapitul bezeichnen.


Literatur: Narodni list, 1893, n. 64; Obzor, 1927, n. 339, 1937, n. 238, 1939, n. 12; Morgenbl., 1927, n. 343, 1939, n. 14; Glasnik Primorske banovine, 1939, n. 2; Novo doba, 1939, n. 13; Starohrvatska prosvjeta, 1927, 1958; Jugoslovenski istoriski casopis, 1939, Bd. 1/2; Alma mater croatica, 1941, n. 4; Enc. Lik. umj.; Znam. Hrv.; Enc. Jug.; Nar. Enc.
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 27, 1974), S. 120

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Orte

  • geboren in > Skradin
  • gestorben in > Knin
  • forschte in > Crkvina (1886)
  • forschte in > Ždrapanj
  • forschte in > Žažvić
  • forschte in > Orlić
  • forschte in > Knin

Institutionen

  • war Gründer von > Kroatische archäologische Gesellschaft (Knin)