Maly, Richard

Maly Richard, Chemiker. * Graz, 28. 6. 1839; † Prag, 23. 3. 1891.

Sohn des Vorigen; stud. Pharmazie und Med. an der Univ. Wien, 1864 Dr. med., habil. sich im gleichen Jahr an der Univ. Graz für chirurg. Vorbereitungswiss., 1866 Prof. an der med.-chirurg. Lehranstalt Olmütz, 1869 Prof. der physiolog. Chemie an der Univ. Innsbruck, 1875 Prof. der allg. Chemie an der Techn. Hochschule Graz, 1886 Prof. der allg. Chemie an der Dt. Univ. in Prag. M. arbeitete vor allem auf dem Gebiete der organ. und insbesondere der physiolog. Chemie, wobei insbesondere seine Forschungen zur Verdauungs- und Sekretionslehre vielfache Beachtung fanden. 1885 erhielt er für seine Untersuchungen über die Oxydation von Eiweiß mittels Kaliumpermanganat einen von der Akad. der Wiss. in Wien gestifteten Preis zur Förderung der chem. Kenntnisse von den Eiweißkörpern. Mit der von ihm gegründeten Z. „Jahresbericht über die Fortschritte der Tierchemie“ kam er einem zu jener Zeit dringend empfundenen Bedürfnisse nach. 1881 korr. Mitgl. der Akad. der Wiss. in Wien.


Literatur: Neue Tiroler Stimmen, 1875, n. 189; Wr. Ztg. vom 24. 3. 1891; Berr. der dt. Chem. Ges., Bd. 24, 1891, S. 1079; Chemiker-Ztg., Bd. 15, 1891, S. 1899; Almanach Wien, 1891; Fischer, Bd. 2, S. 979; Hirsch; Poggendorff 3–4; Die Dt. Karl-Ferdinands-Univ. in Prag unter der Regierung Seiner Majestät des K. Franz Josef I., 1899.
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 26, 1973), S. 43f.
geboren in Graz
gestorben in Prag

Lifeline