Komzák, Karl

Komzák Karl, Komponist und Dirigent. * Prag, 8. 11. 1850; † Baden (N.Ö.), 23. 4. 1905.

Sohn des Komponisten und Theater- bzw. Militärkapellmeisters Karl K. (1823–93); stud. 1861–67 am Prager Konservatorium Violine (Mildner, Bennewitz), war dann in der Kapelle seines Vaters tätig und wurde 1870 Theaterkapellmeister in Linz. 1871 übernahm er die Kapellmeisterstelle beim IR. 7 in Innsbruck und leitete hier auch die Innsbrucker Liedertafel, deren Ehrenmitgl. er wurde. 1883–92 war er Kapellmeister des IR. 84 in Wien, ab 1892 Kurkapellmeister in Baden. 1890 stellte er im Auftrag des Kriegsmin. eine neue Fassung der Volkshymne her; 1898 errang er im Kompositionswettbewerb um den „Kaiserjubiläumsmarsch“ (op. 260) den ersten Preis. K. war Ehrenmitgl. verschiedener musikal. Ver. und besaß in- und ausländ. Orden (u. a. serb., türk., montenegrin., pers.). Bei der Weltausst. in St. Louis 1904 hatte er mit seiner Kapelle große Erfolge. K. erwarb sich vor allem als Dirigent große Popularität und internationale Berühmtheit. Seine Kompositionen und besonders seine sehr beliebten Arrangements (Potpourris) wenden „das ganze Können eines gebildeten Musikers an die Schöpfung leichten Genres“ (Komorzynski).


Literatur: N. Fr. Pr. vom 25. und 30. 4. 1905 und vom 10. 6. 1907; AZ vom 5. 11. 1950; Neue Musik-Ztg., 1905, S. 364; Österr.-Ung. Musik-Ztg. (Wien), 1905, S. 102; Allg. Musik-Ztg. (Charlottenburg), 1905, S. 341; Die Wage (Wien), 1907, S. 542–44; Cernušák - Helfert; Cernušák - Štedron - Novácek; Frank-Altmann; Riemann; Eisenberg, 1893, Bd. 1; Biograph. Jb., 1905; Rollett, Neue Beiträge 9, 1896, S. 103; J. Branberger, Das Konservatorium für Musik in Prag, 1911, S. 339; A. Bauer, Opern und Operetten in Wien, 1955, S. 26; Mitt. E. Rameis, Linz.
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 17, 1967), S. 104f.

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  • geboren in > Prag
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