Klácel, P. Matouš

Klácel P. Matouš (František), Schulmann und Dichter. * Böhm. Trübau (Ceská Trebová, Böhmen), 7. 4. 1808; † Belle Plaine (USA), 17. 3. 1882.

Trat 1828 in das Augustinerchorherrenstift zu Altbrünn ein, 1833 Priesterweihe. Bibliothekar und Regenschori des Stiftes, 1835 Prof. der Phil. am Brünner Lyzeum, ab 1845, wegen Beeinflussung der Jugend für das Slawentum vom Lehramt entfernt, wieder im Stift; 1848 neuerlich polit. tätig, mußte er Brünn verlassen und ging nach Prag, wo er im Prager Nationalkomitee (Pražský národní výbor) die Schulangelegenheiten behandelte. Später wieder in Brünn als Hrsg. der „Moravské Noviny“ und als Vorstand der Cyrill-Method-Bruderschaft tätig. 1850 wegen seines energ. Eintretens für das Slawentum neuerlich verdächtig, zog er sich in das Stift Altbrünn zurück, wo er als Bibliothekar wirkte und sich literar. Arbeiten widmete. 1869 emigrierte er in die Vereinigten Staaten. 1850 korr. Mitgl. der kgl. Böhm. Ges. der Wiss. in Prag.


Literatur: Jahresber. der kgl. Böhm. Ges. der Wiss., 1882, S. 35; Masaryk 3; Otto 14; Rieger 4; Wurzbach.
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 14, 1964), S. 362f.
geboren in Česká Třebová
gestorben in Belle Plaine

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