Jabornegg von Altenfels, Michael Franz

Jabornegg von Altenfels Michael Franz, Jurist und Altertumsforscher. * Klagenfurt, 29. 9. 1797; † Klagenfurt, 9. 2. 1874.

Sohn des Hof- und Gerichtsadvokaten Markus J. v. A.; besuchte ab 1809 das Gymn. in Klagenfurt und fand in seinem Lateinlehrer P. A. Eichhorn (s. d.), dem gelehrten Benediktiner, das Vorbild für seine spätere wiss. Tätigkeit. Stud. an den Univ. Graz und Wien Jus, begann 1826 in Innsbruck den öffentlichen Dienst, wirkte dann ab 1835 am Landesgerichte in Klagenfurt, 1860 OLGR, 1866 i.R. J.s Liebe und ganze Freizeit gehörten dem reichen Denkmalschatze des röm. Kärnten. Seine Beobachtungen, wiss. wertvolle Aufnahmen eines Mannes mit vorzüglicher hist. Bildung, der schauen und zeichnen konnte, veröffentlichte er entweder in der hist. Z. Carinthia (29 Aufsätze) oder im Archiv für vaterländ. Geschichte und Topographie (8 Aufsätze). Sein Lebenswerk, Kärntens röm. Altertümer, 1870, das mit Unterstützung der Akad. d. Wiss. in Wien gedruckt wurde, ist auch heute noch wertvoll und bietet nicht nur ein Corpus der röm. Inschriften Kärntens, sondern auch einen Katalog der Steinplastiken und Reliefs. J.s Leistung ist eine beachtliche, seine Einstellung zu den Denkmälern als Quelle für den Historiker eine durchaus moderne, sein Patriotismus echt. In dem 1844 gegründeten Geschichtsver. für Kärnten betätigte sich J. bis zu seinem Lebensende, 1844–46 als Sekretär und Geschäftsleiter, dann als Ausschußmitgl. des hist. Ver. für Oberpfalz und Regensburg, 1858 korr. Mitgl. des dt. archäolog. Inst. in Rom.


Literatur: Carinthia 1874, S. 48, 68–72; Register der geschichtlichen Aufsätze der Carinthia 1811–1910 (tw. Werksverzeichnis), 1911, S. 60 f.
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 11, 1961), S. 51

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