Grübl, Raimund

Grübl Raimund, Advokat. * Wien, 12. 8. 1847; † Wien, 12. 5. 1898.

Besuchte das akad. Gymn., stud. Jus an der Univ. Wien, 1870 Dr.jur., und wurde Advokat. Begann 1878 seine polit. Laufbahn (liberal) und wurde nach polit. Auseinandersetzungen mit Lueger 1880 das erstemal vom 2. Wahlkörper des 3. Wr. Gemeindebezirkes in den Gemeinderat entsandt. 1884–90 Vertreter des 3. Bezirkes im niederösterr. Landtag, Oktober 1892 Vizebürgermeister, März 1894 bis Mai 1895 Bürgermeister von Wien. Nach den für die Liberalen ungünstigen Wahlen von 1895, die Lueger zum Vizebürgermeister machten, trat G. freiwillig zurück. Seit 1895 Mitgl. des Reichsgerichtes. G., Führer der fortschrittlichen Liberalen, machte sich um die Eingemeindung der Vororte, um die Erweiterung der Hochquellenleitung und um den Ausbau des Wr. Kanalnetzes verdient.


Literatur: N.Fr.Pr. vom 12. 5. 1898; Jurist. Bll. 1898, S. 231; Biogr. Jb. 1900; Mitt. F. Kübl, Wien.
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 6, 1957), S. 86

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Orte

  • geboren in > Wien
  • gestorben in > Wien
  • wirkte in > Wien

Institutionen

  • war Schüler > Akademisches Gymnasium (Wien)
  • war Student > Universität Wien
  • war Mitglied > Gemeinderat Wien (1880-1895)
  • war Abgeordneter > Niederösterreich. Landtag (1884-1890)
  • war Mitglied > Reichsgericht (1895)