Testa, Heinrich d. Ä. Frh. von

Testa Heinrich d. Ä. Frh. von, Diplomat und Dolmetscher. Geb. Konstantinopel, Osman. Reich (Istanbul, TR), 14. 10. 1807; gest. Baden-Baden, Dt. Reich (D), 1. 10. 1876; röm.-kath.

T. entstammte der bereits vor 1463 in Konstantinopel nachweisbaren Familie T., deren Mitgl. vom 17. bis zum 19. Jh. die Dragomane der Gesandtschaften Venedigs, Genuas, der Toskana, der Niederlande, Russlands, Polens, Großbritanniens, Preußens und Schwedens bei der Hohen Pforte stellten. Enkel von Bartholomäus Frh. v. T. I. (geb. Belgrad Köyü, Osman. Reich/TR bei Istanbul, abgekommen, 23. 9. 1723; gest. Konstantinopel, 20. 3. 1809), der als Erster seiner Familie in österr. Diensten stand und 62 Jahre lang an der Internuntiatur in Konstantinopel wirkte, 1783 in den Ritter- und 1803 in den Frh.stand erhoben wurde; Sohn des Kanzlers der Internuntiatur und der toskan. Gesandtschaft in Konstantinopel (Johann) Anton Frh. v. T. (geb. Konstantinopel, 12. 2. 1768; gest. ebd., 1. 1. 1839); Neffe von Elisabeth Freifrau v. Stürmer, geb. v. T., die ab 1786 mit →Ignaz Frh. v. Stürmer verheiratet war; Bruder von Bartholomäus Frh. v. T. III. (s. u.) und der beiden großherzogl. toskan. Kämmerer und Kanzler der Gesandtschaften der Toskana in Konstantinopel Ignaz Frh. v. T. (geb. Konstantinopel, 6. 6. 1812; gest. 1873) und Theophil Frh. v. T. (geb. Konstantinopel, 30. 6. 1820; gest. 1873) sowie von Karl Frh. v. T. d. Ä. (s. u.); Cousin von Bartholomäus Frh. v. T. II. (geb. Konstantinopel, 5. 9. 1788; gest. ebd., 19. 7. 1849), der als Dragoman der Internuntiatur und später als oriental. Dolmetsch beim Gen.kmdo. in Temeswar (Timi→oara) fungierte; Onkel 2. Grades der Off. Heinrich Frh. v. T. d. J. (s. u.), Alexander Frh. v. T. (geb. 15. 10. 1835; gest. Linz, OÖ, 7. 1. 1877) und Karl Frh. v. T. d. J. (geb. 19. 5. 1841); ab 1842 verheiratet mit Marie Freifrau v. T., geb. Minciaky (geb. 27. 1. 1820). – T. besuchte 1817–20 das Theresianum in Wien und war ab 1828 als Dolmetsch an der Internuntiatur in Konstantinopel tätig. 1851–55 wirkte er als Gen.konsul in Jassy (Ia→i), 1856–61 als Min.-Resident in Hamburg und 1861–70 als Gesandter in Athen. Sein älterer Bruder


Literatur: Wurzbach; Album der k.k. Theresian. Akad. (1746–1913), bearb. M. v. Gemmell-Flischbach u. a., 1913, s. Reg.; M. Gautier – A. Gautier, in: Bulletin de l’Association des Anciens élèves de l’Inst. National des Langues et Civilisations Orientales (INALCO), 2003, S. 5f.; Österr. in Istanbul, ed. R. Agstner – E. Samsinger, 2010, s. Reg.; HHStA, Wien.
Autor: (R. Agstner)
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 14 (Lfg. 65, 2014), S. 262f.

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  • geboren in > Istanbul
  • gestorben in > Baden-Baden