Šust, P. Janez

Šust (Schust) P. Janez (Johannes), CanReg, Geistlicher. Geb.

Sohn des Kleinbauern Martin Šust und von Uršula Šust, geb. Križaj. - Š. besuchte das Gymnasium in Laibach, wechselte 1855 in die Diözese Triest-Capodistria und studierte vorerst 1855–57 Theologie am Zentralseminar in Görz (Gorizia). Er schloss seine Ausbildung am Seminar in Triest ab und wurde dort 1857 geweiht. Danach wirkte er 1858–59 als Kooperator in Mitterburg (Pazin/Pisino) und 1859–60 in Pinguente (Buzet). 1860–65 setzte er seine theologischen Studien am Frintaneum in Wien fort, wo er Vorlesungen über Kirchenrecht, Moral- und Pastoraltheologie sowie Bibelwissenschaften hörte; 1865 Dr. theol. in Wien. 1865–69 war Š. in der Triestiner Diözesanverwaltung tätig, gleichzeitig unterrichtete er am Priesterseminar Pastoraltheologie und supplierte Kanonisches Recht. 1869 legte er seine Lehrtätigkeit nieder und übernahm nunmehr ausschließlich Kurienämter. 1866–92 fungierte er als Richter am bischöflichen Gericht in Triest, 1869–92 als Kanzler, 1870–96 Konsistorialrat und 1892–96 Präses des bischöflichen Gerichts. 1876 wurde er Ehrenkanonikus des Domkapitels von San Giusto in Triest, 1880 Ernennung zum wirklichen Kanonikus, 1882 Kapitelvikar, 1884 Kapiteldekan, 1885 Propst des Domkapitels von San Giusto, 1888 Erhebung zum apostolischen Protonotar, 1892 Ernennung zum Generalvikar. 1896 wurde er erneut in Nachfolge von Bischof Johann (Ivan) Nepomuk Glavina Kapitelvikar. Im Laufe der Sedisvakanz der Jahre 1882 und 1896 schien sein Name im Dreiervorschlag der Bischöfe der Illyrischen Kirchenprovinz auf, und zwar in beiden Fällen als Kandidat der damaligen Bischöfe von Görz (Andreas Gollmayr und Alois Zorn) und von Veglia/Krk (Franjo A. Feretic und →


Literatur: PSBL (m. L.); B. Milanovic, Hrvatski narodni preporod u Istri …, 1973, S. 299; M. Kronthaler, in: L’Arcidiocesi di Gorizia dall’istituzione alla fine dell’impero asburgico (1751–1918) …, 2002, S. 340; Das „Frintaneum“ in Wien …, ed. K. H. Frankl – P. G. Tropper, 2006, s. Reg. (m. L.); UA, Wien; Nadškofijski arhiv, Ljubljana, SLO; Mitteilung Peter G. Tropper, Klagenfurt am Wörthersee, Kärnten.
Autor: (T. Simcic)
Referenz: ÖBL Online-Edition, Bd. (Lfg. 3, 2014)

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