Stollewerk, Nina

Stollewerk Nina (Anna), verehel. von Rosthorn, Sängerin, Pianistin und Komponistin. Geb. Wien, 18. 7. 1825; gest. Mödling (NÖ), 26. 1. 1914; röm.-kath.

Ab 1852 verehel. mit dem späteren Bürochef der K. Ferdinands-Nordbahn Hugo v. Rosthorn (geb. 1822; gest. Mödling, 7. 6. 1879). – S. absolv. das KdM in Wien und war angebl. auch Schülerin von Sechter (s. d.). Schon als 16jährige soll sie mit Kompositionen in Erscheinung getreten sein. Bezeugt sind gem. Auftritte mit ihrer Schwester und Schülerin Rosine S., in denen Rosine sang und S. den Klavierpart spielte. S. unternahm auch eine Konzerttournee durch Dtld. Sie komponierte geistl. und weltl. Vokal- und Instrumentalwerke in orchestraler wie kammermusikal. Besetzung, wobei ihre Vorliebe dem Lied mit Klavierbegleitung und dem Vokalquartett in Männerstimmen-Besetzung, u. a. mit Chor, galt. Von ihren über 35 Kompositionen (Symphonien, Ouverture fantastique, Messen, Militärmusik etc.), die u. a. in Wien und Leipzig bei Diabelli (s. d.), Glöggl, Kistner etc. erschienen, sind nur wenige nachweisbar. Unter den Widmungsträgern ihrer Werke befinden sich u. a. Felix Mendelssohn-Bartholdy, Jenny Lind und J. Staudigl d. Ä. (s. d.), der auch als Interpret ihrer Werke auftrat. Nach Auff. ihrer dritten Messe in der Wr. Franziskanerkirche (1854) und ihrer Beteiligung am Album „Huldigung der Tonsetzer Wiens an Elisabeth Kaiserin von Österreich“ (1854, Faksimileausg. in: Denkmäler der Tonkunst in Österr. 142–144, 1987), zu dem sie das 1852 entstandene chor. Vokalquartett „Gute Nacht“ (Text von Emanuel Geibel) beisteuerte, trat sie im öff. Musikleben nicht mehr in Erscheinung.


Werke: Weitere W.: s. u. Marx – Haas.
Literatur: Wr. Z. für Kunst, Literatur, Theater und Mode, 19. 1. 1844; oeml; Wurzbach (s. u. Matthäus v. Rosthorn); F. J. Fétis, Biographie universelle des musiciens … 7, 2. Aufl. 1883; E. Marx – G. Haas, 210 österr. Komponistinnen …, 2001 (m. W. u. L.); G. Haas, in: Stud. zur Musikwiss. 41, 1992, S. 179ff. (m. W.); Stadtgmd. Mödling, Pfarramt St. Othmar, beide Mödling, NÖ.
Autor: (G. Haas)
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 13 (Lfg. 61, 2009), S. 314

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