Smutny, Franz

Smutny Franz, Journalist, Sportpionier und Beamter. Geb. Sedletz, Böhmen (Kutná Hora, Tschechien), 11. 12. 1867; gest. Salzburg (Sbg.), 7. 7. 1932; röm.-kath.

– Sohn eines Insp. bei der Tabakregie. Nach Absolv. des Untergymn. und der Handelsakad. in Graz meldete sich S. 1886 als Einjährig-Freiwilliger zum IR 27 (1888 Lt. d. Res., 1897 Lt.) und wirkte auch als Lehrer an der Militär-Radfahrschule in Graz. Ab 1887 arbeitete er in der Waggonfabrik Johann Weitzer in Graz, 1889 trat er in den stmk. Landesdienst, wo er zuletzt in der Landesbuchhaltung tätig war. S. zeichnete sich schon während seiner Militärdienstzeit bei verschiedenen Manövern als geschickter Radfahrer aus, konstruierte ein zusammenlegbares Militärfahrrad und setzte sich auch für die Gründung einer Radfahrerkomp.ein. I. d. F. machte er sich nicht nur um die Förderung des Radsports, sondern darüber hinaus auch um die Popularisierung des Wintersports in der Stmk. verdient. So erfand er die sog. Leobener Stahlrodel, die durch ihre Elastizität bes. für Rennzwecke geeignet war, und regte in Graz eine künstl. Rodelbahn für die Sommermonate an. Als Sportred. beim „Grazer Volksblatt“ war S.bestrebt, den Sportgedanken einem breiteren Publikum zugängl. zu machen, und fungierte u. a. 1899 auch als Proponent für die Gründung des Grazer Fußballver., des späteren Akadem. Sportver. Um 1926 übersiedelte er nach Salzburg, wo er als Sport- und Lokalred. bei der „Salzburger Chronik“ wirkte.


Literatur: Grazer Volksbl., NFP, RP, Salzburger Chronik, 8., Salzburger Volksbl., 9./10. 7. 1932; L. Schidrowitz, Geschichte des Fußballsportes in Österr., 1951, S. 41; Landes Chronik Stmk., ed. W. Zitzenbacher, 1988, S. 266; KA, Wien; Sbg. LA, Salzburg, Sbg.; Stadtarchiv, Graz, Stmk.
Autor: (Ch. Gruber)
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 12 (Lfg. 58, 2005), S. 382f.

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  • geboren in > Kuttenberg
  • gestorben in > Salzburg