Skibiński, Karol

Techniker, geb. 4.2.1849 in Kam''janec'-Podil's'kyj, obl. Chmel'nyc'kyj, gest. 14.5.1922 in Lemberg

– S. stud. 1866–68 an der Techn. Akad. in Lemberg, dann bis 1871 Ing.wesen am Polytechnikum in Wien. 1871–75 im Brükkenkonstruktionsbüro der Fa. Fritsch & Theurer tätig, war er für die Konstruktion von Eisenbahnbrücken für die Kronprinz- Rudolf-Bahn in Kärnten und im Abschnitt Tarvis (Tarvisio) verantwortl. 1875–77 trassierte und baute er als Ziviling. u. a. die Verbindung Wels – Kirchdorf a. d. Krems. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in der Bukowina wurde er 1879 Ass. für darstellende Geometrie bei dem Mathematiker Karol Maszkowski (s. d.) am Lemberger Polytechnikum. 1880 für Baumechanik habil., unterrichtete er dort ab 1881 als Priv.Doz graph. Statik, Baumechanik und Brückenbautheorie, ab 1886 auch darstellende Geometrie und 1889–94 Vermessungskde. 1887 o. Prof., übernahm er den Lehrstuhl für Ing.wesen, Brücken- und Eisenbahnbau (ab 1910 Lehrstuhl für Eisenbahn- und Tunnelbau). Er war mehrmals Dekan sowie 1891/92 Rektor des Polytechnikums. S. leistete Pionierarbeit bei der Untersuchung der Belastbarkeit von Eisenbahngleisen und förderte den Ausbau der Lokalbahnen in Galizien. In seinen Publ. trug er wesentl. dazu bei, die bis dahin verwendete dt. Fachterminol. durch poln. Begriffe zu ersetzen. 1909 HR, 1919 Ehrenprof., 1921 Dr. h. c. Ab 1919 i. R., leitete S. das Büro für neue Bauprojekte in der Dion. für gemeinnützige Arbeiten in Lemberg und war 1929 Gründungsmitgl. der Akad. der Techn. Wiss. und Vors. ihrer Abt. für Ing. wesen.

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  • Geburtsort > Kam''janec'-Podil's'kyj, obl. Chmel'nyc'kyj
  • Sterbeort > Lemberg

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