Saxl, Paul

Saxl Paul, Mediziner. * Wien, 2. 11. 1880; † Raxalpe (NÖ), 13. 3. 1932 (Unfall).

Sohn eines Kaufmannes; stud. 1899–1905 an der Univ. Wien Med., 1905 Dr. med. S. arbeitete schon ab 1903 an der I. medizin. Univ.Klinik bei Nothnagel (s. d.), ab 1906 als Volontärarzt, ab 1911 als Ass. Daneben war er 1905–08 im chem. Laboratorium des Physiolog. Inst. tätig. Während des Ersten Weltkrieges war er als Truppenarzt und als Leiter eines Infektionsspitals eingesetzt. 1918 Priv.Doz. für innere Med., 1929 Tit. ao. Prof. S.s frühe Publ. galten der Muskelchemie und der Autolyse, der Physiol. und Pathol. von Fermentprozessen. Bei seinen Versuchen, durch Harnuntersuchungen zu einer Krebsdiagnostik zu kommen, fand er bei Karzinomträgern eine Vermehrung der Oxyproteinsäuren. Wichtige Fieberstud. folgten. Die Einführung der Milchinjektion in die Therapie und die Anwendung von Quecksilberpräparaten zur Entwässerung gehen auf S. zurück.


Werke: Zur Kenntnis der spezif. Eigenschaften der Carcinomzelle, gem. mit L. Hess ( = Beitrr. zur Carcinomforschung 1), 1909; Ueber die diuret. Wirkung von Novasurol- und anderen Quecksilberinjektionen, gem. mit R. Heilig, in: Wr. klin. Ws. 33, 1920; Die oligodynam. Wirkung der Metalle und Metallsalze ( = Abhh. aus dem Gesamtgebiet der Med. 8), 1924; Fortschritte und Probleme in der Therapie innerer Krankheiten, 1926; Die sept. Erkrankungen in der Inneren Med., gem. mit F. Donath ( = Abhh. aus dem Gesamtgebiet der Med. 26), 1929; etc. Mitarb. und Hrsg.: Biol. des Menschen, gem. mit K. Rudinger, 1910.
Literatur: N. Fr. Pr. vom 14. 3. 1932 ( Abendausg.); K. F. Wenckebach, in: WMW 82, 1932, S. 431; C. Noorden, ebenda, 82, 1932, S. 458 f.; W. Falta, ebenda, 82, 1932, S. 1351; A. Müller-Deham, in: Wr. klin. Ws. 45, 1932, S. 443; Fischer; Kürschner, Gel.Kal., 1926–31; I. Fischer, Geschichte der Ges. der Arzte in Wien 1837–1937, 1938, s. Reg.; UA Wien.
Autor: (M. Jantsch)
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 10 (Lfg. 46, 1990), S. 8

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  • geboren in > Wien
  • gestorben in > Raxalpe