Rincolini, Ernst Karl

Rincolini Ernst Karl, Mediziner und Sammler. * Brünn (Brno), 8. 3. 1785; † ebenda, 28. 3. 1867.

Sohn eines Chirurgen; absolv. die philosoph. Jgg. in Olmütz (Olomouc) und stud. dann Med., ab 1804 an der Univ. Wien, 1808 Dr. med. R. wirkte zunächst als prakt. Arzt in Brünn, wo er ein Kinderspital gründete und leitete. In den Kriegsjahren 1809–14 war er Chefarzt verschiedener Militärspitäler von Brünn und Umgebung, ab 1829 am Strafhausspital, und bekämpfte überall mit Erfolg verschiedene grassierende Epidemien. 1815 Impfdistriktsarzt in Brünn. R., ein enthusiast. Pionier und Propagator von Jenners Vakzination gegen Blattern, setzte sich stets für fortschrittliche Methoden auf allen Gebieten des Gesundheitswesens ein. Daneben legte er umfangreiche wertvolle kunst- und naturhist. Smlg. an und veröff. naturhist., medizin. und literar. Abhh. Er erwarb sich große Verdienste um das geistige Leben in Mähren, bes. in Brünn.


Werke: Das Provinzial-Straf- und Arbeitshaus in Brünn, 1816; Ueber Gefängnisskrankheiten, 1827, 2. Aufl. 1830; etc.
Literatur: Neuigkeiten (Brünn) vom 7. und 8. 8. 1858; Brünner Ztg. vom 29. 3. 1867; Dr. E. R., in: Notizen-Bl. der hist.-statist. Section der k. k. mähr. schles. Ges. zur Beförderung des Ackerbaues . . . 9, 1858, S. 76 f.; Hirsch: Otto; Wurzbach; A. C. P. Callisen, Medicin. Schriftsteller-Lex . . . . 16, 1833; M. Remeš, Z dejin vakcinace na Morave a ve Slezsku, 1941, S. 14; Dejiny mesta Brna 1, 1969, s. Reg.
Autor: (J. Sajner)
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 9 (Lfg. 42, 1985), S. 167f.

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