Reiterer, Ernst

Reiterer Ernst, Komponist und Dirigent. * Wien, 27. 4. 1851; † Wien, 27. 3. 1923.

Stud. am Konservatorium der Ges. der Musikfreunde in Wien, u. a. bei G. Hellmesberger jun. (s. d.), Heißler und Köhler. Ab 1873 war er als Kapellmeister an Provinzbühnen, 1881–83 am Josefstädtertheater in Wien tätig. Einige Zeit dirigierte er auch an der Wr. Sommerbühne „Venedig in Wien“. Für diese und andere Wr. Theater (Fürsttheater, Carltheater, Danzers Orpheum etc.) schrieb R. die Musik zu zahlreichen Possen, Volksstücken etc. Von seinen Operettenarrangements nach Melodien von Millöcker (s. d.) sowie von Johann und Josef Strauß sind „Frühlingsluft“ und „Tausendundeine Nacht“ populär geblieben.


Werke: Die silberne Hochzeit, 1879 (Posse, Text von K. Bayer); K. Joseph im Volke, 1882 (Volksstück, Text von K. Elmar); Der Herr Bigelhofer, 1894 (Posse, Text von E. Prudens und F. Antony); Gfn. Pepi, 1902 (Operette, nach Josef Strauß); Frühlingsluft, 1903 (Operette, nach Josef Strauß); Jung-Heidelberg, 1904 (Operette, nach K. Millöcker); Tausendundeine Nacht, 1907 (Operette, nach Johann Strauß); J. Nestroy, 1918 (Singspiel, Text von A. M. Willner und R. Österreicher); etc.
Literatur: Neues Wr. Tagbl. vom 29., Neuigkeits-Welt-Bl. vom 30. 3. 1923; Einstein; Eisenberg, 1893, Bd. 1; Riemann, 11. Aufl.; A. Bauer, Opern und Operetten in Wien ( = Wr. musikwiss. Beitrr. 2), 1955, s. Reg.; F. Stieger, Opernlex. 4/1, 1982, S. 258.
Autor: (Ch. Harten)
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 9 (Lfg. 41, 1984), S. 66

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