Nottebohm, Martin Gustav

Nottebohm Martin Gustav, Schriftsteller. * Lüdenscheid (Nordrhein-Westfalen), 12. 11. 1817; † Graz, 29. 10. 1882.

Nach Stud. in Berlin (bei Berger und Dehn) und Leipzig (bei Mendelssohn Bartholdy, Schumann und M. Hauptmann) ließ N. sich 1845 in Wien nieder, wo er nach weiteren Stud. bei Sechter als freiberuflicher Schriftsteller lebte. 1858/59 gehörte er dem Direktorium der Ges. der Musikfreunde in Wien an, 1864/65 wirkte er als deren Archivar. Mit Brahms (s. d.) verband ihn enge Freundschaft. N.s schriftsteller. und editor. Leistung ist mit der im 19. Jh. aufkommenden Musikwiss. eng verbunden. Er leitete oder initiierte u. a. wiss.-krit. Gesamtausgaben der Werke Beethovens (s. d.), Mozarts, Bachs und Schuberts, legte den Grundstock zur Mozart-, Mendelssohn Bartholdy- und Beethovenforschung (Beethoveniana) und veröff. zahlreiche Aufsätze in Fachz.


Literatur: W. Suppan, Steir. Musiklex., 1962–66; H. J. Moser, G. N., in: Westfäl. Lebensbilder 6, hrsg. von W. Steffens und K. Zuhorn, 1957, S. 135 ff.; Die Musik in Geschichte und Gegenwart; Frank–Altmann; Riemann; L. Speidel, Persönlichkeiten, in: Schriften, Bd. I, 1910, S. 368 ff.; ADB; M. Kalbeck, J. Brahms, 4 Bde., 1904–14; J. Brahms im Briefwechsel mit . . ., Bd. 14, hrsg. von W. Altmann, 1920, s. Reg.
Autor: (W. Suppan)
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 7 (Lfg. 32, 1976), S. 158f.

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  • geboren in > Lüdenscheid
  • gestorben in > Graz