Marzari Pencati, Giuseppe

Marzari Pencati Giuseppe, Geologe. * Vicenza (Venetien), 22. 7. 1779; † ebenda, 30. 6. 1836.

Stud. in Vicenza und am Seminar zu Padua. Mit 18 Jahren besaß M. P. bereits eine reiche Pflanzensmlg., die er auf Wanderungen durch das Berici-Gebirge und das Voralpengebiet zusammengetragen hatte. Ab 1802 stud. er Geol. in Paris, 1804 durchforschte er alle untersee. Vulkane des Puy-de-Dôme-Gebietes zwischen Montedoro und Pont Gibaud sowie des Haute-Loire-Gebiets und arbeitete gem. mit Hassenfrats in einer Regierungskomm. zur Kompilation einer mineralog. Beschreibung des Tarentaise-Gebirges nahe beim Mont Blanc mit. 1805 Rückkehr nach Paris; Erforschung des Rhône-Beckens und des westlichen Ligurien, 1806 Durchforschung von ganz Tirol. 1807 wurde er vom Min. beauftragt, eine mineralog. Statistik des Reiches aufzustellen; 1812 Bergwerksinspektor, 1815 Montanrat. M. P. erfand den Tachygoniometer zur Messung von Kristallwinkeln und wurde dafür mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Er kannte die bedeutenden Geologen seiner Zeit, und selbst Humboldt kam nach Italien, um ihn kennenzulernen. M. P., vielfach geehrt und ausgezeichnet, war u. a. w. Mitgl. der Genfer Naturwiss. Ges.


Literatur: L. Pasini, Notizia sulla vita e gli studi del conte G. M. P., Vicentino, i. r. consigliere delle miniere, 1836; F. Molon, Sulla vita e gli studi di G. M. P., geologo vicentino, 1874; Poggendorff 2; G. Dandolo, Cenni biografici di alcuni illustri bergamaschi . . ., 1857; P. A. Saccardo, Della storia e letteratura della flora veneta, 1869.
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 27, 1974), S. 122

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