Kopff, Wiktor

Kopff Wiktor, Jurist. * Krakau, 23. 12. 1805; † Krakau, 28. 1. 1899.

Stud. an der Univ. Krakau, 1826 Mag.jur., 1833 Richter; 1834 bereiste K. studienhalber Deutschland, Frankreich, England und die Schweiz. Nach seiner Rückkehr beschäftigte er sich mit den Verwaltungsangelegenheiten der Freien Stadt Krakau. Ab 1840 Senator der Krakauer Republik, bearbeitete er auch den Entwurf für die Organisation des Gerichtswesens, des Arbeitshauses, der Sparkasse etc. 1848 gehörte er dem Administrationsrat an. 1850 wurde K. nach Wien berufen, wo er den Entwurf für eine Organisation der Gemeinde Krakau ausarbeiten sollte. 1855 Appellationsrat, 1863 Geh.Rat und Präs. des Finanzgerichtes, 1868–71 Präs. des Obersten Gerichtshofes. 1871 erwarb er das Dorf Zakliczyn und ließ sich dort nieder. K., der Urheber vieler Gesetze, vor allem auf dem Gebiet des Kommunalwesens (Gemeindegesetz, Hypothekengesetz), interessierte sich auch für die Rechtstheorie und für die Verwaltung. Er war Mitgl. der Akad. der Wiss. in Krakau.


Literatur: W. Kopff, Wspomnienia z ostatnich lat Rzeczypospolitej Krakowskiej (Erinnerungen aus den letzten Jahren der Krakauer Republik), in: Biblioteka Krakowska, 1906, n. 31; Nowa Reforma, 1889, n. 24.
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 4 (Lfg. 17, 1967), S. 115f.

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