Jentsch, August

Jentsch August, Techniker und Landwirt. * Wien, 15. 7. 1877; † Wien, 3. 8. 1942.

Entstammte einer alten Wr. Bürgerfamilie; erlernte im väterlichen Betrieb das Buchbinderhandwerk und stud. 1897 bis 1904 an der Techn. Hochschule in Wien Architektur und Hochbau und war während dieser Zeit auch ao. Hörer an der Akad. der bild. Künste. Nach einjähriger Verwendung beim Wr. Stadtbauamt (1902) trat J. 1903 in den Staatsbaudienst (Finanzmin., ab 1908 im Min. für öffentliche Arbeiten, ab 1920 im Bundesmin. für Handel und Verkehr), 1926 i.R. In dieser Zeit war er mit dem Neu- und Umbau einiger größerer staatlicher Gebäude beauftragt, u. a. mit dem Bau des „Neugebäudes der Hochschule für Bodenkultur (1911/12)“. 1918 Priv. Doz. an der Hochschule für Bodenkultur für das Gesamtgebiet des land- und forstwirtschaftlichen Hochbaues, ein Fachgebiet, das er schon seit 1911 als Hon. Doz. vertrat. 1920 tit. ao. Prof. 1928–37 neunmal Dozentenvertreter im Professorenkollegium, 1939 außerplanmäßiger Prof., 1921–38 Präs. des österr. Künstlerbundes, seit 1938 Mitgl. der Reichskammer der bildenden Künste.


Literatur: Wr. landwirtschaftliche Ztg., Jg. 92, 1942, S. 242; G. Berka, 100 Jahre dt. Burschenschaft in Österr., 1959, S. 147.
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 12, 1962), S. 107f.

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