Stransky von Dresdenberg, Franz

Stransky von Dresdenberg Franz, Offizier. Geb. Brünn, Mähren (Brno, Tschechien), 18. 10. 1831; gest. Mödling (NÖ), 10. 10. 1902.

Sohn des 1852 nob. Obst. Franz S. v. D. (1789–1865). – Nach Ausbildung an der Wr. Neustädter Militärakad. (1842–49) kam S. als Unterlt. zum Pionierkorps und machte 1849 die Belagerung von Komorn (Komárno) mit. 1850 zur Dion.kanzlei des Gen.quartiermeisterstabs kommandiert, diente er ab 1853 als Hptm. im Stab des kroat.-dalmatin. Armeekorps in Agram, ab 1855 beim III. Armeekmdo. in Ungarn. Nach kurzer Verwendung bei der Triangulierung in der Walachei lehrte S. 1857–59 als Prof. des Adj.- und Gen.stabsdienstes an der Kriegsschule in Wien. Den Feldzug 1859 gegen Italien machte er in der Operationskanzlei des Hauptquartiers mit und wurde kurz danach Mjr. und Adj. beim 2. Armeekorps. Im März 1860 zur 6. Abt. (Bildungs- und Erziehungswesen) des Kriegsmin. übersetzt und 1864 deren Vorstand (1866 Obst.), wurde er 1868 Baon.kmdt. beim IR 35 und 1869 Kmdt. des IR 76 in Klagenfurt. Schon 1871 kehrte er jedoch als Gen.stabschef des Gen.kmdo. in Prag zum Gen.stab zurück und wurde 1874 Inf.brigadier in Klausenburg (Cluj-Napoca) sowie GM, jedoch schon nach einem Monat als Vorstand des Präsidialbüros ins Reichskriegsmin. versetzt. 1876–78 fungierte er als Kmdt. der Militärakad. in Wr. Neustadt und nahm dann als Chef des Gen.kmdo. der 2. Armee am Okkupationsfeldzug 1878 teil. Zum Jahreswechsel übernahm er als FML das Kmdo. der 4. Div. in Sarajevo, danach der 13. in Travnik und Umgebung und wurde im April 1881 Stellv. des kommandierenden Gen. und Chefs der Landesregierung in Bosnien-Herzegowina Dahlen Frh. v. Orlaburg (s. d.). Im Juli 1882 wurde er dort enthoben, blieb jedoch bis November 1884 dem Gen.kmdo. in Sarajevo zugeteilt. Danach mit dem Festungskmdo. in Komorn betraut, trat er Ende 1887 i. d. R. S. wurde mit dem Orden der Eisernen Krone III. (1868) und II. Kl. (1876) sowie dem Ritter- (1874) bzw. Kommandeurkreuz (1883) des Leopold-Ordens ausgez.; 1887 Obst.-Inhaber des IR 98.


Literatur: Svoboda 2, S. 172f.; Wurzbach; Die Generalität der k. k. Armee, ed. V. v. Silberer, 1877, 2. Hälfte, S. 47ff. (m. B.); Geschichte des k. u. k. IR Nr. 76, 1911, S. 95, 98, 244; W. Wagner, Geschichte des Kriegsmin. 2, 1971, s. Reg.; KA, Wien.
Autor: (A. Schmidt-Brentano)
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 13 (Lfg. 61, 2009), S. 358f.

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  • geboren in > Brünn
  • gestorben in > Mödling