Maltz von Maltenau, Karl Ludwig

Maltz von Maltenau Karl Ludwig, Polizeifachmann. * Karlsbad (Karlovy Vary, Böhmen), 25. 8. 1788; † Wien, 25. 7. 1873.

Nach Jusstud. (Univ. Prag?) 1814 Akzessist des Prager Magistrats, 1815 Sekretär des Jitschiner Magistrats, 1816 Magistrats- und Kriminalrat in Tabor, 1821 Polizeiunterkoär. in Prag, im Juli 1824 nach Wien versetzt, 1827 Polizeioberkoär., 1833 zweiter Hofsekretär der Polizeihofstelle. 1837 Gubernialrat und Polizeidir. in Brünn, 1841 Reg.Rat und Zensurreferent der Polizeihofstelle, 1843 Hofrat; im März 1848 Min.Rat im Innenmin., wurde er schließlich im Juni 1852 zur Obersten Polizeibehörde versetzt. M. leitete die Wr. Polizeidion. 1853–56. Daß dieser urbane Beamte der alten Schule, dessen Wirken Sedlnitzky und Kolowrat-Liebsteinsky (s. d.) gerühmt hatten, die überscharfe Polizeitätigkeit milderte, paßte Kempen (s. d.) nicht; M. wurde daher ins Polizeimin. zurückversetzt, vertrat dieses in der Budgetkomm. (1859) und trat 1860 als erster Hofrat des Min. i. R. 1852 nob.


Literatur: Wr. Ztg. vom 1. 8. 1873; H. Oberhummer, Diensteslaufbahn der Leiter und Stellvertreter der Wr. Polizeibehörde. . ., 1929, S. 61; ders., Die Angehörigen der Wr. Polizeidion. (1754–1900), 1937; J. Marx, Die österr. Zensur im Vormärz, in: Österr.-Archiv 6, 1959, S. 47 f.; ders., Die wirtschaftlichen Ursachen der Revolution von 1848 in Österr., in: Veröff. der Komm. für Neuere Geschichte Österr., Bd. 51, 1965, s. Reg.; L. A. Frankl, Erinnerungen, hrsg. von St. Hock, 1910, S. 277 f.; Allg. Verw. A., Wien; Archiv der Stadt Wien.
Referenz: ÖBL 1815-1950, Bd. 6 (Lfg. 26, 1973), S. 41

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  • geboren in > Karlsbad
  • gestorben in > Wien